Sie sind hier: Aktuelles
Zurück zu: Startseite
Allgemein: Sitemap Impressum

Suchen nach:

Aktuelles

Abbildung: ZUM VERGRÖSSERN ARTIKEL ANKLICKEN -

Alles aus Blech



(RP) Mike Harnischmacher startete 1999 in die Selbstständigkeit. Nach sieben Jahren konnte er erstmals eigene Mitarbeiter anstellen – fast alle über 50 Jahre. Weitere Expansion nicht ausgeschlossen.

Mike Harnischmacher ist 41 Jahre alt und hat es geschafft: Vor acht Jahren wählte er den Weg aus einem Beschäftigungsverhältnis in die Selbstständigkeit. Heute führt er einen mittelständischen Betrieb in Tiefenbroich mit fünf Mitarbeitern. Tendenz steigend.

Auf 300 Quadratmetern erledigen Harnischmacher und seine Kollegen alles, was in der Edelstahlverarbeitung machbar ist. Angefangen beim Grill über Stahltore, Zäune, Geländer, Türrahmen bis hin zu Fertigungen für Gastronomie und Industrie. „Sieben Jahre lang haben meine Frau und ich den Betrieb komplett alleine geschmissen, im vergangenen Jahr konnten wir erstmals Mitarbeiter einstellen“, erklärt der Blechschlosser. Im Laufe des Jahres kamen insgesamt vier neue Mitarbeiter zusammen. Zwei von ihnen sind 50 Jahre alt, einer schon 57 und der vierte 45. „Das war schon so eine Art Konzept von mir“, verrät Harnischmacher. „Neben der Erfahrung, die jüngere Handwerker noch nicht mitbringen, spielen da vor allem die große Zuverlässigkeit, die Flexibilität je nach Auftragslage und die Fähigkeit, mit großer Verantwortung umgehen zu können, eine Rolle.“

Die Bandbreite der Fachausbildungen bringt zudem mit sich, dass Mike Harnischmacher inzwischen alle gängigen Schlosserarbeiten anbieten kann. Zwei Metallbauer, ein Schmied und Schweißer und ein Maschinenbau- und Metallbaumeister decken das gesamte Spektrum ab. Dazu kommen Harnischmachers 25 Jahre Berufserfahrung als Blechschlosser. Und der Vater, der zwischendurch immer wieder in der Werkstatt noch mit Hand anlegt. Gemeinsam mit seiner Frau Iris hatte der Hundeliebhaber 1999 bei Null angefangen. Die ersten beiden eigenen Maschinen kaufte er gemeinsam mit einem Kooperationspartner aus einer Konkursmasse. Dass es danach nicht immer nur bergauf ging, lag vor allem an der Zahlungsmoral mancher Kunden. „Wir mussten mehrfach auf Geld verzichten, was uns oft an den Rande des Ruins brachte.“ Ohne die Sparkasse Ratingen wäre manche Situation nicht zu bewältigen gewesen. Heute, wo die Auftragslage umfangreicher ist, seien derartige Rückschläge besser zu verkraften. „Das Gesamtkapital ist etwas höher als damals, so lassen sich Zahlungsverzögerungen durchaus mal überbrücken.“ Keine Probleme hat der Mittelständler mit Stammkunden.

Dazu zählen Maschinenbau Zimmer in Lintorf oder das Ratinger Brauhaus. Dort fertigte Harnischmacher selbst die Kupfer-Abzugshaube und Getränkeleitungen. Von Essen bis Düsseldorf erstreckt sich das Einzugsgebiet, die meisten Aufträggeber sind aber in Ratingen und Umgebung ansässig. Aufträge zur Weiterverarbeitung werden möglichst ins Umland vergeben.

Anmelden